23
Sep
2021

elke erzählt

wir wohnen in einem möblierten zimmer
es riecht nach zitronen
es riecht nach innerer unruhe
es riecht nach diesem dichten vorhang
der uns die lebenlust nimmt

wir gehen wie zerbrechliche durch die stadt
uns ist zum kotzen zumute
wir heiraten, wir versprechen uns
wir sagen all die antworten auf
von denen wir nichts halten

wahrscheinlich kommen wir zu spät
wir späten trauergäste
wir versammeln uns
wir gähnen

wir sind die idioten die nichts zerbrechen wollen
und daran zerbrechen

wir wohnen in einem möblierten zimmer
manchmal schreien ein paar frauen das glück hinaus
aber ob es wirklich das glück ist
wir wissen es nicht

wir stellen uns alles vor
belügen unser gedächtnis
wir sammeln augen für die zerstörten
wir suchen uns und finden uns nicht mehr
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